Unsere Grundsätze - Tischlerei Prause & Winter, Münster
 

Unsere Grundsätze 

Wir verstehen uns als traditionellen Tischlerbetrieb und sind nicht spezialisiert.
Einen Anspruch haben wir aber:
Unsere Produkte haben auf dem Sperrmüll nichts zu suchen auch nicht in 20 Jahren.

Der Begriff Obsolenz ist für uns ein Fremdwort, und es ist Betrug Produkte zu vertreiben, die nicht alt werden können.

Wir fühlen uns daher dazu verpflichtet gutes Material gut zu verarbeiten. Nur so können wir ein vernünftiges Preis Leistungs Verhältnis erzielen.

Jeder, der etwas baut gestaltet automatisch. So bleibt es nicht aus, dass auch wir schöne Dinge herstellen. Das wiederum geschieht nicht automatisch. Wir haben über die Jahre ein Gespür für gute Proportionen entwickelt. Das Rad muss nicht neu erfunden werden, und es ist in den seltensten Fällen notwendig verrückte und fantastische Ideen zu verwirklichen. Nicht alles was aus dem Rahmen fällt ist auch wirklich gut.

Wir halten es beispielsweise für relevant wie dick eine Tischplatte ist, wie weit sie über das Untergestell ragt und welches Format die Tischbeine bekommen.

Mit solchen Überlegungen können wir Ihnen ein ausgereiftes Produkt anbieten, an dessen Entstehung Sie selbst aktiv teilnehmen dürfen und sollen.


Da wir auch häufig Reparaturen ausführen kennen wir uns mit billigen oder teuren und trotzdem schlecht gemachten Serienprodukten aus.

Beim Hochwasser in Münster 2014 konnten wir sehen wie sich schlechtes Material bei der Haltbarkeit bemerkbar macht. Schon in den 80er Jahren war ein Türfutter aus Spanplatte Standard. Aber keines dieser Futter ist nach einem Wasserschaden zu retten. Im Gegensatz dazu sind Türelemente aus den 60er Jahren oder früher aus Holz hergestellt. Nach dem Trocknen sind diese zwar auch beschädigt aber mit wenig Aufwand zu reparieren.
Das gilt natürlich auch für Schränke. Da hatten wir beispielsweise einen Vollholzschrank der 70cm tief im Wasser stand. Reparaturkosten damals keine 400€.


Unser Fazit: Spanplatte ist nicht nachhaltig!
Schon die Produktion derselben ist irrwitzig. Da werden ganze Baumstämme zerhächselt um die Späne nachher mit billigem und giftigem Leim zu einer Platte zu verpressen. Das lohnt sich nur weil unendlich große Mengen produziert werden. Aber nachhaltig ist das nicht.

Da verwenden wir doch lieber eine Multiplexplatte oder eine Leimholzplatte. Auch Diese werden industriell hergestellt. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Das Endprodukt besteht aber sichtbar und fühlbar aus Holz.

Wir haben unseren Betrieb auf eine Nachhaltige Produktion eingestellt und verbrennen die Abfälle und Spänebriketts in unserem Ofen mit Feinstaubfilter. Eigentlich könnten wir einen geschlossenen Kreislauf erzeugen, wenn die Spanplatte nicht wäre…

Sicher es gibt moderne Materialien die unersetzlich sind wie zum Beispiel die HPL Beschichtung. Eine derart robuste Oberfläche kann aus Holz nicht hergestellt werden und das bei einem hervorragenden Preis Leistungs Verhältnis.

Und ja bei uns wird lackiert auch farbig. Nur so kommt die Beschichtung nahtlos um die Ecke. Hier lohnt sich der Einsatz von Arbeitszeit zur Herstellung hochwertiger Produkte.



Am allerliebsten verarbeiten wir jedoch Massivholz zu Treppenstufen oder Wangentreppen. Oder einer Wohnungstür im Altbau.
Wir bauen für Sie Tische, Betten, Arbeitsplatten, Bücherregale, Blockzargen, Wandschränke und Rahmen in jeder Größe und Ausführung.
Gerne verzichten wir auf die Verarbeitung von Tropenhölzern. hier sind wir selbst bei den FSC zertifizierten Hölzern zimperlich. Solche Zertifikate werden gerne von korrupten Behörden an korrupte Holzhändler vergeben. Man sollte sich da nichts vormachen. Ein Urwald lässt sich nicht aufforsten. Ein Urwald kann nur neu entstehen und das dauert Tausende von Jahren. Die Tropen eignen sich nicht für die Forstwirtschaft denn die dünne Humusschicht wird nach dem abholzen viel zu schnell weggeschwemmt. Fakt ist dass etwa70% der Tropenwälder bereits verschwunden sind. Mit erheblichen folgen für Umwelt und Klima. Es gibt doch auch nordische Hölzer mit einer hohen Nutzungsdauer wie zum Beispiel die Sibirische Lärche. Wir haben vor kurzem ein dutzend Holzfenster aufgearbeitet. Die Fenster waren aus Lärche, gut 100 Jahre alt und konnten alle gerettet werden. Nach unserem Verständnis ist die richtige Verarbeitung der Hölzer im Außenbereich viel entscheidender wie die Holzart. Die Entstehung von Staunässe ist einfach zu vermeiden dann klappt das auch mit der Lärche. Übrigens unsere einheimische Akazie ist genau so witterungsbeständig wie der tropische Bankirai.